Österreichs Medien hätten bisher viel zu wenig für die Integration von MigrantInnen getan - und sogar an der Verbreitung gewisser Rassismen mitgewirkt, kritisiert Fritz Hausjell, Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, in einem Interview mit derStandard.at vor einem guten Jahr und wörtlich:
- "Wir haben in diesem Land eine Tradition gehabt, die schon einmal zu ganz fürchterlichen Verbrechen geführt hat. Ich möchte nicht, dass sich in dieser Berufsgruppe noch einmal die Frage stellt, welchen Anteil man daran hatte, einzelne Gruppen zu Sündenböcken zu stigmatisieren".
Wir sind Ausländer - fast überall. Fast 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung - also jeder fünfte Einwohner - haben einen statistischen Migrationshintergrund, das sind rund 1,4 Millionen Menschen. Real - abseits von Statistikkriterien - schaut die Welt nochmals anders aus.
Medienmacher mit ausländischen Wurzeln sind aber in den österreichisdchen Medien erheblich unterrepräsentiert. Die Massenmedien zeichnen bislang nur ein unvollständiges Bild der Migrantinnen und Migranten und vor allem ihrer wahren und zwingenden Bedeutung im ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben unseres Landes. Meistens wird über Migrantinnen und Migranten in Problemzusammenhängen berichtet.
Psychopathologisch. Es braucht deshalb vor allem mehr Journalistinnen und Journalisten sowie Medienschaffende mit Migrationshintergrund. Mehr denn wiederum aus- und/oder eingrenzende MigrantInnenmedien. Bisher sind sie im Medienbetrieb unterrepräsentiert. Auch in den angelbich "progressiven" und "liberalen" Medien. Und gerade diese haben angesichts einer beängstigenden Ausländerfeindlichkeit auch in der offiziellen Politik und in öffentlichen Ämtern bislang schrecklich versagt. Sie haben mit einer nur psychopathologisch erklärbaren Skandalisierungsstrategie gegenüber vermeintlichen und tatsächlichen "Faschisten" meist mehr zur gesellschaftlichen Anerkennung und gar zur Förderung eines Band-Wagon-Effekts denn zu kritischem Hinterfragen dieses Personenkreises getan.
Verarschungsmagazin. Dazu gehören namentlich und ausdrücklich auch die Einrichtungen der öffentlich-rechtlichen Medien die eben auch zu einem Fünftel ihrer Hörer- und Seherbeiträge aus dem "Migrationshintergrund" zwangsweise einkassieren. Die häufigste Erwähnung von Ausländern ist wahrscheinlich im Verblödungs- und gewöhnliche Rundfukbeitragszahler-Verarschungsmagazin Seitenblicke.
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