Keine Eroberungen im gottlosen Land?

"Eroberungen im gottlosen Land" titelt das Magazin CHiLLi.cc die gelegentlichen "Wahlerfolge" der Partei "Die Christen" bei der Nationalratswahl 2008. Drei von zehn Erfolgsgemeinden liegen in Vorarlberg. Doch es ist falsch getitelt: Furore machten sie in den konservativen Rückzugsgebieten, wo für einen Teil der ÖVP-Wähler die ÖVP noch immer zuwenig ÖVP, d.h. klerikal-konservativ ist.

Dort stehts naturgemäß schlecht um die SPÖ. Unter den zehn Gemeinden mit dem niedrigsten Stimmenanteil der SPÖ in ganz Österreich sind sieben aus Vorarlberg: Damüls, Sibratsgfäll, Dünserberg, Fontanella, Fraxern, Schoppernau und Schnepfau. http://wahl08.bmi.gv.at/chart_2_SPOE.htm Die SPÖ darf sich aber immerhin glücklich fühlen, in Schröcken mit einer Steigerung von 1,9 % auf 5,2 % zu den zehn SPÖ-Zugewinngemeinden Österreichs zählen zu dürfen. Einbruch in das Milieu ist das noch keiner. http://wahl08.bmi.gv.at/chart_4_SPOE.htm

Für ÖVP, FPÖ und Grüne hingegen muss das Land vor dem Arlberg als paradiesisch gelten. Die "schlechten" sind allesamt hinter dem Arlberg, im nichtallemanischen Osten.

Zugewinne können hingegen nur Winner haben und das waren in Vorarlberg die Grünen: Lorüns, Blons, Weiler, Hohenweiler und Schwarzenberg heißen die 5 von zehn Richtigen in Vorarlberg. http://wahl08.bmi.gv.at/chart_4_GRUENE.htm

Interessant ist es bei den Stimmanteilen. Zu den zehn ÖVP-Spitzengemeinden Österreichs http://wahl08.bmi.gv.at/chart_1_OEVP.htm gehören aus Vorarlberg Fontanella, Damüls, Sibratsgfäll und Dünserberg. Wir kennen dies Gemeinden schon: Als diejenigen mit dem niedrigsten SPÖ-Anteil.

Alle anderen Wahlwerber können bei diesem Wettbewerb nicht mitmachen. Mit einer Ausnahme: "Die Christen". Sie konnten dreimal "zuschlagen": In den Hang- und Walsergemeinden St.Gerold, Sonntag und Düns http://wahl08.bmi.gv.at/chart_1_DC.htm


Mehr:
Eroberungen im gottlosen Land
Wahl und Wahlwerber zum österreichischen Nationalrat am 28.09.2008

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