Vor ein paar Wochen hatte der grüne Vorarlberger Parteichef noch die Landesregierung in seinem Blog aufgefordert, schnellstens den Gaspreis zu erhöhen. Frieren ist nämlich umweltfreundlich, nicht waschen, nicht kochen und nicht baden auch! Jetzt fordert er unverblümt die Löhne zu senken. Er wird seine Forderung nach "Entlastung des Faktors Arbeit" zwar nicht so verstehen, aber Arbeit billiger zu machen ist volkswirtschaftlich nichts anderes als eine Lohnsenkung. Während er also die Arbeit billiger machen will, sollen die nichterneuerbaren Ressourcen verteuert werden.Wie das Arbeit schaffen soll (außer seinem wirtschaftspolitisch vollkommen belanglosen Gebet, dass mit diesen Anreizen die Wirtschaft "die Leute" - wie er die arbeitenden Menschen entfremdet bezeichnet, "trotz allem" beschäftigen). Unternehmen, die "Leute trotz allem" beschäftigen würden rasch die Finanzkrise verschärfen, weil sie ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können. Wie eine sinkende Lohnquote höhere Energiepreise finanzieren soll, das ist sowieso eine völlig neue Mathematik. Aber immerhin wird eine Logik klar: Menschliche Arbeit und "Leute" sind nach Auffassung dieses Grünpolitikers erneuerbare Ressourcen.
PS: Nachzutragen ist, wenn der besagte Politiker den von ihm zitierten Zeit-Weblog tatsächlich bis zum Ende "durchgearbeitet" hätte, dann wäre er auf folgenden Ratschlag gestoßen:
"Daher sind Steuersenkungen dringend als Zusatzmaßnahme nötig, und zwar solche, die den Konsum nachhaltig stimulieren. Die Abwrackprämie wird nicht mehr als ein Strohfeuer bewirken. Danach kommt dann ein umso tieferes Loch. Es führt kein Weg daran vorbei, dass die Mehrwertsteuer gesenkt werden muss, und zwar für mindestens drei Jahre. Auch wenn zunächst nicht alles bei den Verbrauchern ankommen sollte, ist doch davon auszugehen, dass es dazu über kurz oder lang kommen wird. Gegen eine solche Maßnahme wird immer wieder eingewendet, dass das meiste beim Handel hängen bleiben wird und sie damit verpuffen dürfte. Abgesehen davon, dass nichts falsch daran ist, wenn auch der Handel seine Einkommenssituation verbessern kann, zieht dieses Argument nicht wirklich: Alle Unternehmen sind an einer besseren Auslastung ihrer Kapazitäten interessiert und werden mit niedrigeren Preisen um Kunden werben müssen. In den heutigen Käufermärkten wäre alles andere sehr erstaunlich."
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